Homeoffice schützt Klima und Gesundheit

In Zeiten von Corona lag vieles brach, das Home Office war dank kreativer Lösungen vielerorts plötzlich möglich, zum Schutze aller.

Doch Home Office hilft auch dem Klima: Der Ausstoß von CO₂ durch Verbrennung fossiler Energien hatte im Verkehrssektor 2014 einen Anteil von 22% (UBA, 2014). Insgesamt schlug der Verkehr deutschlandweit mit 156, 3 Mio. Tonnen CO₂ äquivalent zu Buche (Bundesumweltministerium, 2014).

Homeoffice

Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) errechnete 2019 in einer Studie zum Pendleraufkommen, dass Deutschland mehr als
850 Mio. kg CO₂ pro Jahr einspart, wenn nur jeder Zehnte einen Tag pro Woche im Home Office arbeitet.

Auf Dauer gesehen kann Home Office einige Fahrzeuge ganz überflüssig machen. Es gibt noch weitere Vorteile: Dank des geringeren Verkehrsaufkommens wird es stiller, auch in den Städten. Mit weniger Verkehr ist die Luft gesunder, da sie weniger Abgase und Feinstaub enthält.

Nebenbei werden auch Kosten gespart: Fahrtkosten für den Arbeitnehmer, Kosten für Strom und Heizung für den Arbeitgeber. Eine Verstetigung bzw. Erhöhung von Home Office Zeiten ermöglichte sogar eine wechselnde Nutzung von Arbeitsplätzen durch mehrere Personen. Damit könnten angemietete Büroflächen verringert werden. Das ist bares Geld für den Arbeitgeber bei gleichzeitigem Gewinn von wertvollem Wohnraum in der Stadt. Räume aus dem Gebäudebestand können zu Wohnungen umgenutzt werden. So brauchen Städte für den Zugewinn von Wohnraum nicht weiter auszuufern.

Stattdessen bleiben die Flächen für stadtnahe Erholung oder Landwirtschaft erhalten. Alle offenen Bodenflächen sorgen wiederum dafür, dass Regenwasser den Grundwasserspiegel auffüllt und nicht ungenutzt in die Kanalisation abfließt. Die Verdunstung von Wasser aus dem Boden bewirkt eine spürbare Abkühlung der Luft. Kurz: Mehr Grün statt Beton und Home Office sind für Mensch und Klima gesund.

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