Strom sparen in der Küche

Gut ein Drittel unseres Haushaltsstroms verwenden wir in der Küche für den Betrieb von Kühlgeräten, das Kochen und Backen sowie für den Geschirrspüler.
Das Gute ist: Gerade hier können Sie besonders viel sparen!

Kühlen und Gefrieren

Unsere Kühl- und Gefrierschränke sind zusammen für etwa 18 % des Energieverbrauchs im Haushalt verantwortlich. Schon mit einigen wenigen Maßnahmen können Sie Ihren Verbrauch deutlich senken. Besitzer eines älteren Kühlgerätes sollten zudem über die Anschaffung eines energieeffizienten Neugerätes nachdenken.

Kochen und Backen

Etwa 12 % des Energieverbrauchs im Haushalt werden für das Kochen und Backen benötigt. Mit einfachen Tricks können Sie Ihren Stromverbrauch spürbar senken.

Spülen und Abwaschen

Die meisten deutschen Haushalte verfügen mittlerweile über einen Geschirrspüler. Wenn Sie diesen richtig nutzen, benötigen Sie damit weniger Wasser und Energie als beim Spülen von Hand.

Tipps für einen effizienten Betrieb

Viele Kühlgeräte sind zu kalt eingestellt und verschwenden damit Energie. Ein Kühlschrank sollte mit etwa +7 °C und ein Gefrierschrank bzw. eine Gefriertruhe mit etwa -18 °C betrieben werden. In der Regel reichen dafür die unteren beiden Reglerstufen. Wenn Sie es genau wissen wollen, können Sie schon für unter zehn Euro ein Kühlschrank-Thermometer kaufen.

Öffnen Sie die Türen von Kühlgeräten nur so kurz, wie es für die Entnahme von Lebensmitteln erforderlich ist. Je länger das Gerät geöffnet bleibt, um so mehr Energie wird für das neuerliche Herunterkühlen benötigt.

Lassen Sie warme Speisen immer erst abkühlen, ehe Sie diese in den Kühlschrank stellen.

Der Kühlschrank ist der ideale Ort, um eingefrorene Lebensmittel aufzutauen. Sie sparen dabei nicht nur Energie, sondern erhalten auch die Qualität Ihrer Lebensmittel; diese verlieren durch das langsame Auftauen weniger Flüssigkeit, schmecken frischer und saftiger.

Je kühler der Aufstellungsort, desto weniger Energie verbraucht die Kühlung. Direkt neben einem Herd oder einer Heizung sollten Sie Ihr Kühlgerät niemals aufstellen. Auch direkte Sonneneinstrahlung heizt die Geräte unnötig auf.

Tauen Sie Ihr Gefriergerät regelmäßig ab. Schon eine dünne Eisschicht von nur 2 mm erhöht den Energieverbrauch der Kühlung um 15 %!

Auch hier gilt: Am besten geschlossen halten! Je seltener Sie den Topfdeckel oder die Backofentür öffnen, desto weniger Energie kann entweichen und umso mehr Energie sparen Sie.

Verwenden Sie möglichst wenig Wasser zum Kochen. Wenn Sie Ihre Lebensmittel nur dämpfen, sparen Sie nicht nur Energie, sondern erhalten auch wertvolle Mineralstoffe und Vitamine in den Lebensmitteln.

Es müssen nicht immer der Herd und Backofen sein! Mit einem Wasserkocher können Sie Wasser sehr viel effizienter erhitzen als auf dem Herd, und die Mikrowelle spart Energie, wenn Sie einzelne Portionen von Lebensmitteln aufwärmen wollen.

Das Vorheizen des Backofens ist meist unnötig! Gerade bei Fertiggerichten wie Pommes und Pizza können Sie darauf verzichten.

Umluft spart Energie: Durch die Verwendung der Umluft-Funktion Ihres Backofens sinkt die benötigte Backtemperatur um etwa 30 °C. Sie sparen dadurch nicht nur etwa ein Drittel Energie ein, sondern können auch auf mehreren Ebenen gleichzeitig garen.

Ihre Spülmaschine arbeitet dann am effizientesten, wenn Sie möglichst voll beladen ist. Spülprogramme für eine halbe Beladung senken zwar den Energieverbrauch, aber nicht um die Hälfte!

Energiespar-Programme senken die beim Spülen verwendete Wassertemperatur und sparen damit deutlich Energie. Durch die längere Laufzeit wird das Geschirr genauso sauber wie in anderen Programmen.

Vorspülen ist unnötig! Es reicht völlig aus, vor Befüllung der Spülmaschine grobe Lebensmittelreste vom Geschirr zu entfernen – den Rest erledigt die Maschine. Sie sollten allerdings darauf achten, regelmäßig das Sieb des Geschirrspülers zu reinigen.