Alte Sorten gesucht

Einst waren es mehr als 300 Sorten, doch musste die Birne in den vergangenen 20 Jahren herbe Verluste einfahren. Wie Kreisheimatpflegerin Paloma Klages betont, gibt es inzwischen in Deutschland nur noch zehn primäre Sorten, im regulären Handel seien im Grunde nur noch vier zu finden. „Birnen sterben aus, wenn wir nicht bald was tun“, sagt sie und möchte genau das angehen. Dafür hat sie bereits einige Unterstützer gefunden, mit denen sie nun einen ersten Schritt in die Öffentlichkeit trägt.

Ihr Ziel ist es, ein landkreisweites Kataster zu erstellen, in dem Birnbäume sowohl in privaten Gärten als auch auf öffentlichen Flächen und an Wegen verzeichnet werden sollen. Schellertens Gemeindeheimatpflegerin Heike Klapproth hat hierzu über die Gemeinde-Homepage ein online ausfüllbares Formular erstellt, über das Meldungen aus dem gesamten Landkreis aufgenommen werden. Neben Birnen liegt der Fokus auch auf Quitten (Apfel- und Birnenquitten) sowie Mispeln.

Mit dem Kataster werde der Grundstein für nachfolgende Projekte gelegt, erklärt Klages. Über den Kreisheimatbund sollen Veranstaltungen rund um die Birne angeboten werden, von Schnitt- und Veredelungskursen über Info-Tage. „All das trägt dazu bei, dass das Wissen über die Birne nicht verloren geht, einschließlich der Birne selbst“, so die Kreisheimatpflegerin.

Hier geht’s zum Kataster: